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Ingeborg Lockemann

Künstlerin

Ingeborg Lockemann interessiert, wie Räume und Orte bedingt sind. Welche Zusammenhänge und Vergleiche sind erhellend bei der Betrachtung des urbanen oder ländlichen Raums und geben neue Perspektiven? Ihre, im weitesten Sinne, Mappingprojekte (Karten, Videos, Zeichnungen, Installationen), versuchen, solche Bezüge zu finden. Das Marktgeschehen auf einer Einkaufsstraße in Accra führten sie z.B. dazu, diese Verkaufsstrategien mit denen in einer gleichnamigen Straße in England zu vergleichen. Neophyten an einem Brandenburger Straßenrand untersuchte sie in ihren Zusammenhängen zu Kolonialgeschichte und Dreieckshandel. Die zerstörte Landschaft einer Elektromülldeponie in Westafrika und eine dort erworbenen Festplatte waren der Anlass, Landschaften zu kartieren, die durch den Abbau der Rohstoffe, die für den Bau einer Festplatte gebraucht werden, gezeichnet sind. Weiterhin arbeitet sie zunehmend partizipativ, wobei sie die Beziehung von individuellen Erfahrungen und Wahrnehmungen und die parallele Veränderung der Lebensräume der Teilnehmenden interessiert. Sie versucht dabei, in den Mitteln einfach und nachhaltig zu bleiben.